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Stop ACTA! – Demo am 11.2. *Update*

*Update*
Die Demo starte an den Katharinentreppen (gegenüber des Hbf-Haupteingangs) nicht wie ursprünglich hier zu lesen auf dem Friedensplatz.

Im Frühsommer soll in Deutschland das ACTA-Abkommen von der Bundesregierung und dem EU-Parlament unterzeichnet werden. Dieses Abkommen stellt eine Richtlinie dar, die die Unterzeichnenden dazu veranlassen soll das Internet massiv zu überwachen und restriktive und weitreichende Patentregelungen für jeden erdenklichen Inhalt und sogar besondere Ideen zu schaffen. Dieser Ausweitung des privatwirtschaftlichen Interesses und dessen Durchsetzung stellen wir uns kritisch entgegen. Eine freie Bildung wäre in einem solchen Internet nicht zu erreichen.

Wir rufen dazu auf am 11.2. in Dortmund auf die Straße zu gehen und gegen die Privatisierung des Internets und ACTA zu protestieren.

| 11.02.2012 – 15 Uhr – Katharinentreppen Dortmund |

Veranstalter der Demo ist das Bündnis Anti-ACTA-Ruhrgebiet.

Aufruf zum Bildungsstreik im November 2011


Im folgenden Dokumentieren wir den Aufruf des Bildungsstreikbündnisses Dortmund

Wir rufen alle SchülerInnen, Studierende, Ausbzubildende, Lehrerinnen, Dozierende und Eltern, die sich für Bildung einsetzen wollen zum Bildungsstreik für Solidarität und freie Bildung auf. Wir protestieren gegen Hürden beim Zugang zu Schule/Hochschule, undemokratische Strukturen und das Kaputtsparen des Bildungssystems. Wir wollen die Bildungspolitik verändern, Menschen politisieren und die Selbstorganisation stärken. Wie in vielen Städten wird es auch in Dortmund Kundgebungen und am 17.11. eine Demonstration in der Innenstadt geben.

Unter anderem fordern wir:
- Mehr Geld in alle Bildungsinstitutionen!
– Kleinere Klassen & mehr LehrerInnen (Klassenstärke max. 20)!
– Weg mit dem Turboabitur!
– Eine Schule für alle!
– Studienplätze für alle! Alle Zulassungsbeschränkungen aufheben!
– Masterstudienplätze für alle AbsolventInnen!
– Ausbildungsplätze und Übernahme für alle!
– Umlagefinanzierung – Wer nicht ausbildet, muss zahlen!
– Kostenlose Mahlzeiten an allen weiterführenden Schulen!
– Kostenlose Nutzung des ÖPNV!

An eurer (Hoch-)Schule könnt ihr bei SV/AStA/JAV erfahren, wann genau es bei euch losgeht und was noch für Aktionen geplant sind!

Also geht mit auf die Straße und zeigt, dass wir dieses Bildungssystem nicht weiter hinnehmen!
Ein anderes Bildungssystem ist möglich – und dringend nötig!

Kommt am Donnerstag, dem 17.11. um 10:30 Uhr zum Hauptbahnhof (Katharinentreppen)!

Hochschule nimmt bewusst überfüllte Hörsäle in Kauf

Skandalöses Verhalten wurde nun von Seiten der Hochschulverwaltung der TU Dortmund öffentlich bekannt. Ein Dozent der TU Dortmund sah den Ansturm von Studienanfängern voraus und bemühte sich frühzeitig um größere Kapazitäten. Dieses Bemühen wurde von der Hochschulverwaltung abgelehnt und so kam es erwartungsgemäß zu einer großen Überlastung der Veranstaltung des Dozenten. Diese Informationen wurden von der zuständigen Fakultät der TU Dortmund bestätigt. Weitere Details liegen dem Komitee für freie Bildung vor, sollen aber zum Schutz der Betroffenen nicht veröffentlicht werden. „Ich finde es echt erschreckend, dass sowas passieren kann! Das zeigt doch, dass es tiefgreifende Probleme an unserer Hochschule gibt.“ beschwert sich Kathrin Schönebeck vom Komitee für freie Bildung.

Auch auf dem Vortrag „Quo Vadis, TU Dortmund?“ von Rektorin Gather kam es am Dienstagmittag zu weiteren Enthüllungen. Der Prorektor für Lehre, Professor Tolan, legte ein Schuldeingeständnis ab. Er habe sich auch gefragt, warum das Rektorat nicht früher wegen den zu erwartenden höheren Studienanfängerzahlen gehandelt habe. Dies täte ihm leid. „Schön, dass das Rektorat endlich einräumt, dass sie es verpasst haben, rechtzeitig zu handeln.“ erklärt Chavez. „Der Prorektor sagte, er würde es nächstes Jahr besser anstellen und sich schon im September Gedanken machen. Leider zeigt das, dass das Rektorat nichts dazu gelernt hat. September ist nur einen Monat vor Semesterbeginn und damit viel zu spät.“ so Chavez weiter. Trotz der katastrophalen Lage an der Hochschule sagte Rektorin Gather, das Kapazitätsproblem sei gelöst und es würden sogar noch weitere Kapazitäten geschaffen werden. Sie konnte aber auf Fragen, wie sie dies geschafft habe, keine Antwort geben. Die Situation in der Uni lässt zudem Zweifel an dieser Aussage aufkommen.

AStA schmeißt Presse raus

Am Dienstagabend lud das Komitee für freie Bildung zu einer Diskussionsveranstaltung im AStA-Seminarraum an der TU Dortmund. Nur wenige Studierende kamen dieser Einladung nach, obwohl bei einer vorangegangenen Veranstaltung des Rektorats Missstände offen zugegeben wurden.

Zu einem besonderen Zwischenfall kam es direkt zu Beginn der Veranstaltung, als der AStA der TU Dortmund einem Vertreter der Presse Aufnahmen im Seminarraum verbot. „Das die Presse bei einer studentischen Veranstaltung vom AStA rausgeschmissen wird – und das gegen den Willen der Teilnehmenden und Veranstalter – ist ein Skandal, der zeigt, wie groß in diesem AStA Transparenz und Pressefreiheit geschrieben werden.“ beschwert sich Sebastian Chavez vom Komitee für freie Bildung.

Das Komitee für freie Bildung hatte breit für die Möglichkeit unter den Studierenden geworben, sich an diesem Abend über die Probleme an der TU Dortmund auszutauschen, trotzdem blieb die erhoffte Menschenmenge aus. „Wir haben die Vermutung, dass viele Studierende kein Potential in Diskussionsprozessen an der Uni sehen. Wahrscheinlich beruht dies auf den insgesamt mangelnden politischen Gestaltungsmöglichkeiten an der Hochschule und den negativen Erfahrungen in der nahen Vergangenheit mit dem Rektorat und ihren Versprechen.“, fasst Kathrin Schönebeck als anwesende Studentin die Diskussion zusammen. An Lösungswegen arbeite man noch, erklärte sie weiter.

Uni überfüllt – AStA und Hochschulleitung Seite an Seite gegen studentischen Protest

Dieses Semester sind, wie in ganz NRW, auch in Dortmund die meisten Veranstaltungen für Studienanfänger_innen vollkommen überlastet. Studierende müssen auf den Treppen und Böden sitzen um dem_der Dozenten_in zu folgen oder werden von ihrer Veranstaltung ausgeschlossen, weil sie nur noch vor der Hörsaaltür Platz finden. Insgesamt haben sich dieses Semester laut Rektorin Gather 45 Prozent mehr Studienanfänger_innen an der TU Dortmund eingeschrieben.

Der Unmut bei den Studierenden ist groß. Selbst vor dem Rektorat gab es schon Sitzblockaden und Protest. Dies will die Hochschulleitung allerdings nicht wahrhaben und erklärte gegenüber der Presse, dass es zu keinerlei Protest seitens der Studierenden käme. Die in der Presse verbreitete Behauptung, die Hochschule wäre auf die bestehende Situation
vorbereitet, weiß das Komitee für freie Bildung Dortmund zu widerlegen. „Das Rektorat behauptet, es wäre auf die aktuelle katastrophale Überbelastung vorbereitet. Uns liegen – noch hoschulinterne – Informationen vor, dass dies keinesfalls so ist. Die Hochschule wusste zwar Bescheid, allerdings wurden Maßnahmen gegen diesen Ausnahmezustand bewusst abgelehnt.“ erklärt Kathrin Schönebeck vom Komitee für freie Bildung.

Der AStA der TU Dortmund hingegen nimmt den Protest und Unmut der Studierenden bewusst war und verurteilt ihn. In einer Presseerklärung spricht er den Studierenden die Fähigkeit zur Selbstbestimmung ab und behauptet ein Professor hätte sie instrumentalisiert. Das Komitee für freie Bildung Dortmund kritisiert das Verhalten von AStA und Hochschulleitung und solidarisiert sich mit protestierenden Studierenden und Dozent_innen. „Sowohl AStA als auch Hochschulleitung behaupten es wäre bereits eine Lösung für die bestehenden Kapazitätsprobleme gefunden worden. Doch im Studienalltag zeigt sich, dass dies bloß leer Worte sind.“ sagt Schönebeck. „Anstelle die Interessen der Studierenden gegenüber dem Rektorat zu vertreten, stellt sich dieser schützend davor und arbeitet politisch gegen den studentischen Protest an.“ beschwert sich Schönebeck weiter.

Das Komitee für freie Bildung veranstaltet wegen der aktuellen Situation an der TU Dortmund eine Diskussionsveranstaltung um Studierenden Raum für einen Austausch und Organisation von Protest anzubieten. Diese wird am 8.11.2011 um 18 Uhr im AStA-Seminarraum (Raumnr. 0436) im Gebäude Emil-Figge-Straße 50 der TU Dortmund stattfinden.

Wessen Uni? – Über den Einfluss von Mensch und Wirtschaft auf die Universität

Habt ihr euch nicht auch schon gefragt, warum die Mensa von O2 Werbung verdunkelt wurde? Oder in jedem großen Gebäude massig Werbung zu finden ist? Überall auf dem Campus laufen Vertreter_innen rum und versuchen euch was zu verkaufen oder für fragwürdige Jobs anzuwerben.

Wusstet ihr schon, dass unsere Uni seit 2007 von Vertreter_innen der Wirtschaft gelenkt wird und nicht mehr von einem aus der Uni demokratisch legitimierten Senat?

Am 02.11.2011 hält das KffB einen Vortrag über den Einfluss von Mensch und Wirtschaft auf die Universität und lädt anschließend zur Diskussion ein. Wir wollen zusammen mit euch über die bestehende Situation sowie unser und euer Bild von einer Universität diskutieren.

| 02.11.2011 – 18 Uhr – AStA Seminarraum EF50 |

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Wer kämpft kann gewinnen – Wie Studiengebühren in NRW Geschichte wurden

Am kommenden Mittwoch, dem 26.10.2011, wollen wir einen kleinen Überblick über die Proteste gegen Studiengebühren seit ihrer Einführung in Deutschland und speziell Dortmund und NRW geben. Das ganz wird mit Hilfe verschiedener Filme und Filmausschnitt geschehen, die den Protest in den vergangenen 6 Jahren gut darstellen. Es soll gezeigt werden, dass Protest auch Erfolg haben kann und wir nicht gezwungen sind uns äußeren Umständen ohne weiteres zu beugen.
Im Anschluss wird es wie immer Raum für Diskussion geben.

| 26.10.2011 – 18 Uhr – AStA Seminarraum EF50 |

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Wenn das Fass langsam überläuft…

Es ist soweit. Allen Protesten, Öffentlichkeitsarbeit und Gesprächen zum Trotz ist es gekommen wie es kommen musste. Das neue Semester beginnt und der Anstieg von Erstsemester_innen ist riesig. Die Hochschulen sind komplett überlastet und die Studierenden stehen vor überfüllten Hörsälen und Seminarräumen. Dieser Kapazitätsmangel besteht schon seit Jahren und hat sich durch die Doppeljahrgänge noch einmal unübersehbar verschlimmert.

Die TU Dortmund nimmt diese Situation bewusst in Kauf. Noch im letzten Jahr verkündete die Rektorin lauthals „Alle sind versorgt“, doch es wurden keine neuen Räumlichkeiten geschaffen. Zu allem Überfluss fallen noch drei komplette Studiengänge weg, weil die Uni-Leitung es verschlampte, diese zu reakkreditieren. Doch liegt das Problem nicht nur bei den Hochschulleitungen und -verwaltungen. Genauso stark ist die Landesregierung zu kritisieren, die sich – der Kapazitätsprobleme bewusst – für eine unzureichende Finanzierung der Hochschulen entschieden hat. So setzt die Rot-Grüne Minderheitsregierung finanziell den Weg ihrer Vorgänger_innen fort.

Die ohnehin prekären Bedingungen werden weiter verschärft. Dies lässt unser Studium und unsere Selbstentfaltung als Student_innen nicht unangetastet. Sprechstunden werden in vielen Fachbereichen per Abwinkverfahren gehandhabt, da sie hoffnungslos überfüllt sind. Hausarbeiten und andere Leistungen werden nicht hinreichend reflektiert. Die Zahl der Seminare und Vorlesungen, in denen Rückfragen und Diskussionsbeiträge nicht ausreichend berücksichtigt werden können, steigt an. Der Platzmangel heizt den Konkurrenzkampf zwischen den Studis an, die sich um freie Seminarplätze ‚prügeln‘ müssen.

2013, wenn der Doppeljahrgang die Schulen in NRW verlässt, droht das Ganze noch katastrophaler zu werden.
Jetzt ist es an uns, den Studierenden, sich zu beschweren, auf die Straße zu gehen und Protest zu organisieren. Sei es in Form von Demonstrationen oder Klagen – fällt dir noch etwas ein?

Wenn du uns von deiner konkreten Situation berichten möchtest, schreib uns bitte eine Mail an Info (ät) KffB-Dortmund.de.

Am 8.11. veranstalten wir eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Quo Vadis? Wenn ich wenigstens Platz zum Gehen hätte?“ um 18 Uhr im AStA-Seminarraum. Dort möchten wir Raum zum Austausch geben und schauen, ob wir gemeinsam einen Lösungsweg erarbeiten können.

Am 17.11.2011 findet zudem der Bundesweite Bildungsstreik statt. Auch in Dortmund wird es eine Demo geben. Dort kannst du deinen Unmut auf die Straße tragen und für die Problematik Öffentlichkeit schaffen.

| 08.11.2011 – 18 Uhr – AStA Seminarraum EF50 |

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Die Landlosenbewegung Brasiliens (MST) als besonderer Bildungsraum

Ein BUKO_BiEmer_innen-Seminar aus der Reihe „globales lernen & postkolonialität – emanzipatorische bildung im globalen süden“

In Kooperation mit dem Komitee für freie Bildung Dortmund & den Freundinnen und Freunden der MST

Termin und Ort: 23.09. – 25.09.2011 — Dortmund, Langer August

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Anschlag auf die Räumlichkeiten des AStA der TU Dortmund

Im folgenden dokumentieren wir die Presseerklärung des Forum gegen Rassismus zum gestrigen Nazianschlag auf den AStA der TU Dortmund.

In der Nacht auf Mittwoch, den 24. August verübten Unbekannte einen Anschlag auf die Räume des AStA der Technischen Universität Dortmund in der Emil-Figge-Straße 50. Eine Scheibe ging zu Bruch und es wurden mehrere Farbbeutel gegen die Fensterscheiben geworfen.

Am Donnerstag, dem 25. August findet in eben diesen Räumlichkeiten eine Informationsveranstaltung in Kooperation mit dem Alerta!-Bündnis statt. Die Veranstaltung soll über die Gegenaktivitäten zum sogenannten Nationalen Antikriegstag am 3. September informieren, zu dem die Dortmunder Neonazis dieses Jahr zum siebten mal mobilisieren.
Bereits vor fast genau einem Jahr, in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 2010 wurden die Räume des AStA der TU Dortmund auf ähnliche Art und Weise angegriffen. Unbekannte warfen Scheiben mit Steinen ein. Einen Tag später, am 29.07.2010 fand die Informationsveranstaltung zu den Gegenaktivitäten zum sechsten sogenannten Nationalen Antikriegstag dort statt.

Stefanie Gomez vom Forum gegen Rassismus zu den Angriffen: „ Wer da noch an einen Zufall glaubt, will die Realität in Dortmund nicht wahr haben. Dieser Anschlag reiht sich ein in eine lange Liste von rechten Übergriffen, die gerade in den letzten Wochen, also im Vorfeld vom 3. September, erschreckend zugenommen haben.“