Hochschule nimmt bewusst überfüllte Hörsäle in Kauf

Skandalöses Verhalten wurde nun von Seiten der Hochschulverwaltung der TU Dortmund öffentlich bekannt. Ein Dozent der TU Dortmund sah den Ansturm von Studienanfängern voraus und bemühte sich frühzeitig um größere Kapazitäten. Dieses Bemühen wurde von der Hochschulverwaltung abgelehnt und so kam es erwartungsgemäß zu einer großen Überlastung der Veranstaltung des Dozenten. Diese Informationen wurden von der zuständigen Fakultät der TU Dortmund bestätigt. Weitere Details liegen dem Komitee für freie Bildung vor, sollen aber zum Schutz der Betroffenen nicht veröffentlicht werden. „Ich finde es echt erschreckend, dass sowas passieren kann! Das zeigt doch, dass es tiefgreifende Probleme an unserer Hochschule gibt.“ beschwert sich Kathrin Schönebeck vom Komitee für freie Bildung.

Auch auf dem Vortrag „Quo Vadis, TU Dortmund?“ von Rektorin Gather kam es am Dienstagmittag zu weiteren Enthüllungen. Der Prorektor für Lehre, Professor Tolan, legte ein Schuldeingeständnis ab. Er habe sich auch gefragt, warum das Rektorat nicht früher wegen den zu erwartenden höheren Studienanfängerzahlen gehandelt habe. Dies täte ihm leid. „Schön, dass das Rektorat endlich einräumt, dass sie es verpasst haben, rechtzeitig zu handeln.“ erklärt Chavez. „Der Prorektor sagte, er würde es nächstes Jahr besser anstellen und sich schon im September Gedanken machen. Leider zeigt das, dass das Rektorat nichts dazu gelernt hat. September ist nur einen Monat vor Semesterbeginn und damit viel zu spät.“ so Chavez weiter. Trotz der katastrophalen Lage an der Hochschule sagte Rektorin Gather, das Kapazitätsproblem sei gelöst und es würden sogar noch weitere Kapazitäten geschaffen werden. Sie konnte aber auf Fragen, wie sie dies geschafft habe, keine Antwort geben. Die Situation in der Uni lässt zudem Zweifel an dieser Aussage aufkommen.


1 Antwort auf „Hochschule nimmt bewusst überfüllte Hörsäle in Kauf“


  1. 1 Voll. Unzufrieden. Pingback am 10. November 2011 um 10:04 Uhr
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