AStA schmeißt Presse raus

Am Dienstagabend lud das Komitee für freie Bildung zu einer Diskussionsveranstaltung im AStA-Seminarraum an der TU Dortmund. Nur wenige Studierende kamen dieser Einladung nach, obwohl bei einer vorangegangenen Veranstaltung des Rektorats Missstände offen zugegeben wurden.

Zu einem besonderen Zwischenfall kam es direkt zu Beginn der Veranstaltung, als der AStA der TU Dortmund einem Vertreter der Presse Aufnahmen im Seminarraum verbot. „Das die Presse bei einer studentischen Veranstaltung vom AStA rausgeschmissen wird – und das gegen den Willen der Teilnehmenden und Veranstalter – ist ein Skandal, der zeigt, wie groß in diesem AStA Transparenz und Pressefreiheit geschrieben werden.“ beschwert sich Sebastian Chavez vom Komitee für freie Bildung.

Das Komitee für freie Bildung hatte breit für die Möglichkeit unter den Studierenden geworben, sich an diesem Abend über die Probleme an der TU Dortmund auszutauschen, trotzdem blieb die erhoffte Menschenmenge aus. „Wir haben die Vermutung, dass viele Studierende kein Potential in Diskussionsprozessen an der Uni sehen. Wahrscheinlich beruht dies auf den insgesamt mangelnden politischen Gestaltungsmöglichkeiten an der Hochschule und den negativen Erfahrungen in der nahen Vergangenheit mit dem Rektorat und ihren Versprechen.“, fasst Kathrin Schönebeck als anwesende Studentin die Diskussion zusammen. An Lösungswegen arbeite man noch, erklärte sie weiter.