Archiv für April 2011

Veranstaltungsplätze Mangelware

Kaum hat das neue Semester begonnen, ist der Ärger bei vielen Studierenden erneut groß. Ähnlich wie 2009 mangelt es in der Germanistik an Veranstaltungsplätzen. Vor zwei Jahren wurden in der Folge dieses Problems vom Rektorat Verbesserungen in der Zuteilung von Veranstaltungsplätzen angekündigt. Sollten diese erfolgt sein, so ist die Wirkung nur von kurzer Dauer gewesen. Jedenfalls haben jetzt Studierende, in eine ähnliche Situation versetzt, beschlossen diese Zustände nicht länger hinzunehmen. Sie starteten einen Versuch sich beim Rektorat zu beschweren, jedoch hatte hatte die Rektorin keine Zeit für ihre Beschwerde.

Die Studierenden forderten neben dem Anspruch auf die ihnen zustehenden Kursplätze eine Bedarfsabfrage über die Kursplätze, wie dies beispielsweise die Fakultät Mathematik handhabt. (In dieser wird nach Bedarf gefragt um die Anzahl der Kursplätze abzudecken.)

Inzwischen haben die Studierenden ihre Kommiliton_innen aufgerufen sich ebenfalls bei der Rektorin zu beschweren.
Die Rektorin könnt ihr über rektorin@tu-dortmund.de erreichen.

Siehe auch: Artikel der WR von 2009

Halbes Rektorat der TU Dortmund neu gewählt

Prof. Grünzweig der Prorektor für Studium und Lehre an der TU Dortmund ist zum 1.4. aus dem Rektorat zurückgetreten. Dies wurde allen studentischen Vertreterinnen und Vertretern im Senat am 6.4. vom Rektorat mitgeteilt, während der Rest des Senats dies bereits am 31.3. erfuhr. Daraufhin wurden heute, am 7.4., zwei neue Mitglieder des Rektorats auf einer Sondersitzung des Senats vorgestellt.

Das Komitee für freie Bildung (KffB) kritisiert die Informationspolitik der Hochschulleitung. “Die Studierenden wurden gezielt erst spät und dann auch nur zur Kenntnisnahme informiert. Wir erhielten als Studierende insgesamt auch nur sehr wenig Informationen.” beschwert sich Kathrin Schönebeck vom KffB. Weiter kritisiert Schönebeck das Verfahren, mit dem Mitglieder des Rektorats ernannt werden. “Die Senatssitzung diente lediglich der scheinbar demokratischen Legitimation des Verfahrens vor der Öffentlichkeit. Denn hätte der Senat dem Kandidaten und der Kandidatin nicht zugestimmt, hätte der Hochschulrat einfach den Senat überstimmen können. Dies ist im Hochschulgesetz so vorgesehen.” Schon auf der Senatssitzung beschwerten sich viele Studierende über die mangelnde Information und die nicht vorhandene Mitbestimmung.

Die Mitglieder des Rektorats werden vom Hochschulrat ernannt. Dieser steht jeder Hochschule als eine Art Aufsichtsrat vor. Dies ist im Hochschulfreiheitsgesetz festgelegt. Der AStA der TU Dortmund sprach sich noch in einer der letzten Sitzungen des Studierendenparlaments der TU Dortmund gegen eine Abschaffung des Hochschulrats aus. Das KffB hingegen kritisiert diese Position und fordert weiterhin eine Demokratisierung des Bildungssystems und eine Abschaffung des Hochschulrats. “Der
Hochschulrat ist eines der antidemokratischsten Strukturelemente in der Hochschullandschaft und wird von uns schon seit seiner Einrichtung kritisiert. Der Hochschulrat besteht ausschließlich aus hochschulexternen Mitgliedern und wird nicht demokratisch gewählt, sondern vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung ernannt.” erklärt Schönebeck.

Mit der Ernennung der neuen Prorektorin und des neuen Prorektors wurde das Rektorat auch strukturell verändert. Der neue Prorektor für Forschung ist nun Andrzej Górak, Dekan der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen während Barbara Welzel aus der Fakultät Kunst das neu geschaffene Prorektorat für Diversity übernimmt. Metin Tolan, bisher Prorektor für Forschung, ist nun Prorektor für Studium.