Konsequent inexzellent

Wer als Mitglied der TU Dortmund Anfang des Monats in sein Emailpostfach schaute konnte dort eine herzzerreißende Nachricht von Rektorin Gather finden. In dieser Nachricht zeigt sich nicht nur Gather sondern die gesamte Hochschulleitung “sehr enttäuscht” über das Scheitern der TU Dortmund bei der Exzellenzinitiative. Die Ruhrnachrichten titelten am 2.3.2011 passender weise “TU scheitert auf ganzer Linie”.

Das KffB freut sich, dass die TU Dortmund weiterhin inexzellent ist. Sinn der Exzellenzinitiative ist es die Marktkonkurrenz der Hochschulen zu forcieren in dem sie auf dem Konzept einer Schwerpunktförderung beruht. Es werden nur bestimmte Fachbereiche eben nur “exzellenter” Hochschulen gefördert und nicht nach finanziellem Bedarf der Hochschulen entschieden.

Die Vergabe der Fördergelder ist fachlich deutlich asymmetrisch zu Gunsten technischer und naturwissenschaftlicher Forschungsprojekte. Deutlich erkennbar ist hier auch, dass nur Projekte aus Bereichen gefördert werden, in denen die Mitglieder der “Jury” (Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat) selbst tätig sind. Eine Demokratische Einflussnahme gibt es kaum.

Grundsätzlich ist es nicht Ziel der Initiative die Lehre regulärer Studiengänge zu verbessern sondern bezieht sich hauptsächlich auf Forschung und sogenannte “Graduate Schools”, eine spezielle Förderung von Doktorand_innen.

Projekte wie die Exzellenzinitiative sind nicht zu denken ohne den stetigen Rückzug von Bund und Ländern aus der Finanzierung der Bildung. Aber nur eine gleichberechtigte Ausfinanzierung aller Hochschulen ermöglicht eine Verwirklichung des quasi-dogmatischen Anspruchs nach “Chancengleichheit”.

Deshalb spülen wir die Elite die Toilette runter! Wir sind und bleiben drittklassig!

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