Campus der Uni Dortmund ist wieder besetzt

Im Rahmen des Bildungsstreiks wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag der Campus der TU Dortmund besetzt. Im Anschluss an eine Bildungsstreikparty auf dem Campus Gelände holten spontan einige Studierende ihre Zelte und errichteten ein Protestcamp auf dem Campus.
„Wir wollen einen Freiraum schaffen, um auf die nach wie vor miserablen Studienbedingungen aufmerksam zu machen und die eigenen Forderungen nach
freier und emanzipatorischer Bildung zu verwirklichen.“, so Kathrin Schönebeck, eine der CampusbestzerInnen.

Obwohl nach den Protesten im letzten Jahr viel versprochen wurde, hätte sich noch immer nichts geändert. „Zum Beispiel hat sich seit den Landtagswahlen die Mehrheit der WählerInnen gegen Studiengebühren ausgesprochen, dies müssen die Parteien jetzt auch umsetzten. Deshalb machen wir mit der Campusbesetzung druck.“, so die 21 Jährige Studentin weiter.

Auch von der Unileitung fordern die Studierenden konkret die Aussetzung der Studiengebühren. „Sowohl die Mehrheit der Mitglieder der TU als auch der Menschen in NRW sind gegen Studiengebühren. Wenn die Mitglieder des Senats auch nur einen bisschen etwas von Demokratie halten, müssen sie die Studiengebühren jetzt aussetzen.“, so Bernhard Klaas vom Bildungsstreikbündnis. Neben Vielem anderen fordern die Aktivisten außerdem eine Entschuldigung der Rektorin für die Räumung des besetzten Hörsaals im vergangenen Herbst. Die Unileitung hat uns damals versprochen auf eine Räumung zu verzichten, wenn wir in den kleineren Hörssal H3 umziehen. Obwohl wir dem nachgekommen sind wurde der Hörsaal geräumt. Zu diesem Wortbruch hat sich die Rektorin bis heute nicht geäußert, so der Informatikstudent Klaas.