Archiv für Juni 2010

Das war die StuPa-Wahl 2010

Bis Donnerstag konnten die Studierenden der TU Dortmund ihre Stimme für die Wahl eines neuen Studierendenparlaments abgeben. Leider folgten gerade einmal 9,3% der Stimmberechtigten dem Aufruf wählen zu gehen.

Die vorläufigen Ergebnisse in aller Kürze:

  • Multikulti: 8 Sitze
  • Christliche Demokraten: 4 Sitze
  • Liste Bildungsstreik: 4 Sitze
  • Apfel: 3 Sitze
  • Anwesenheitsliste: 6 Sitze
  • PIRATEN / LSD: 4 Sitze
  • Die Grünen: 10 Sitze
  • HUMANWIRTSCHAFTSPARTEI: 0 Sitze
  • Fachschaftenliste: 4 Sitze
  • JuSos: 6 Sitze
  • LINKE LISTE: 2 Sitze
  • Detailierte Wahlergebnisse zur StuPa-Wahl und zur Wahl des Autonomen Frauen- und AusländerInnenreferats findet ihr im StudiWiki

    Dortmunder Protestcamp von Räumung bedroht!

    Ein Aufruf aus dem Protestcamp:

    Das am 7. Juni errichtete Bildungsstreik-Camp auf dem Campus der TU Dortmund besteht immer noch und ist auch weiter aktiv. Motivierte Menschen stellen Woche für Woche ein umfangreiches Programm auf die Beine, das u.a. aus einem alternativen Vorlesungsverzeichnis, Themen und Diskussionsrunden und abwechslungsreichen Kulturangeboten besteht.

    Heute hat die Unileitung erstmals auf die Besetzung der freien Fläche vor der EF50 reagiert und ein Ultimatum zum freiwilligen Abbau bis zum morgigen Mittwoch gestellt. Die Campusbesetzer_innen geben sich kämpferisch: „Wir werden selbst bestimmen, wie lange wir den von uns geschaffenen Freiraum aufrecht erhalten.“, so Kathrin Schönebeck vom Protestcamp. „Für Mittwoch haben wir u.A. ein Vernetzungstreffen geplant und rufen – gerade im Kontext der bevorstehenden Räumung – dazu auf, zum Camp zu kommen.“

    Sollte Rektorin Gather tatsächlich die Polizei gegen die Protestierenden einsetzen, so würde dies zu einer erneuten Eskalation der Bildungsproteste führen. „Es wäre die erste uns bekannte gewaltsame Räumung eines Zeltcamps auf dem Campus einer Hochschule in der BRD. Wir lassen uns den Raum für alternative Lern- und Lebensweisen nicht zerstören.“

    Fick die Uni!

    Solidaritätserklärung der Bochumer Bildungsstreik AG

    Nach der Campus-Besetzung durch ein Protestcamp an der TU Dortmund am 07. Juni und der im Vorfeld am 06. Juni veröffentlichten Pressemitteilung der „ASten der TU Dortmund, der FH Dortmund, der DGB-Jugend, der Falken und der Jusos Dortmund“, in der deren aller Austritt aus dem Bildungsstreikbündnis Dortmund verkündet und „begründet“ und zugleich das KffB (Komitee für freie Bildung) übel angefeindet und diffamiert wurde, solidarisiert sich nun die Bochumer Bildungsstreik AG offen mit dem Bildungsstreikbündnis und den Freien Studierenden Dortmund, sowie mit dem immer noch bestehenden Protestcamp auf dem Campus der TU Dortmund.

    Das Bildungsstreikbündnis Dortmund besteht nun nach den oben genannten Austritten noch aus dem KffB, der BSV (BezirksschülerInnenvertretungen Dortmund), der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Stadtverband Dortmund), der Linksjugend ’solid Dortmund, der Grünen Jugend Dortmund sowie der SDAJ Dortmund. Das KffB wird als Hauptgrund für oben genannte Austritte angegeben; sie ’skandiere antikapitalistische und antiparlamentarische Parolen‘ auf Bildungsstreikdemonstrationen. Vom KffB wurde gefordert, „entsprechende Parolen und Forderungen auf der für kommende Woche geplanten Demonstration zu unterlassen, und sich auf die gemeinsame Schnittmenge der bildungspolitischen Inhalte zu beschränken“, so in der Pressemitteilung der Bündnisaussteiger. Außerdem fordern sie:
    “Die berechtigte Kritik am Bildungsnotstand in Deutschland darf nicht als Hebel für linksextreme Tendenzen missbraucht werden“.

    Da fragen wir uns: Ist es eine „linksextreme Tendenz“, wenn man sich dafür einsetzt, dass der Mensch mit Erwerb seines Abschlusses mehr ist, als der bloße Marktwert, den er durch seinen Grad des Abschlusses zugeschrieben bekommt? Oder ist das einfach nur menschlich? Ist Kapitalismuskritik im Bildungsstreik wirklich so fehl am Platz? Oder ist es nicht viel mehr Sinn und Ziel des Kapitalismus, dass der Wert eines Menschen an seiner Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit in der Wirtschaft gemessen wird?
    Entstehen nicht die Bildungsprobleme genau aus dieser Degradierung des Menschen?

    Wir stellen fest: Doch, genau das tun sie. Kapitalismuskritik ist im Bildungsstreik nicht fehl am Platz, denn es wird niemals selbstbestimmte Bildung, niemals kostenfreie Bildung, niemals eine am Menschen orientierte FREIE BILDUNG FÜR ALLE geben, solange Bildung nicht mehr ist als die Höhe der Leistung, die DU erbringen kannst, und nicht mehr ist als die Menge des Geldes, das DU mit deinem Abschluss fähig bist zu verdienen.
    Und? Wie gut bist DU?

    Wir setzen uns ein für selbstbestimmtes Lernen. Wir wollen, dass DU das lernst, was du denkst, dass es dir bei deinem Wunschberuf weiterhilft. Wir wollen, dass DU genug Zeit hast, dich auch menschlich nach deinen Wünschen weiterzubilden und deinen Stundenplan nach deinen Interessen gestalten kannst, ohne dass du Nachteile daraus ziehst. Wir wollen, dass DU, dass JEDE/R aus seinem/ihrem Studium das mit nimmt, was er/sie für sein Leben braucht. Denn genau das bedeutet „studieren“. Nicht stupides auswendig lernen, nicht ein so voller und festgelegter Stundenplan, der nur darauf ausgelegt ist, dass du auf dem für den Staat kostengünstigsten Wege möglichst schnell auswendig lernst und mit der höchsten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit aus deinem „Studium“ herausgehst.

    Und? Lernst du noch oder studierst DU schon?

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    Das am 07. Juni errichtete Protestcamp auf dem Campus der TU Dortmund vor der EF50 besteht immer noch und auch weiter aktiv. Motivierte Menschen stellen Woche für Woche ein umfangreiches Programm auf die Beine, das u.a. aus einem alternativen Vorlesungsverzeichnis mit Vorträgen zu verschiedensten Themen und Diskussionsrunden, wie auch kreativen und abwechslungsreichen Kulturangeboten wie eine Offene Bühne, Auftritten von LiedermacherInnen und kreativen Workshops besteht.
    Wir solidarisieren uns mit dem Protestcamp und werden es auch weiterhin unterstützen. Wir finden es gut, dass sich ein Freiraum zur aktiven Auseinandersetzung mit den immer noch nicht erfüllten Forderungen des Bildungsstreiks und zur kreativen Gestaltung eines abwechslungsreichen Programms genommen wurde. Dieser Freiraum bleibt bestehen, solange er genutzt wird. Also, nutzt ihn, kommt vorbei, bringt euch ein. Es ist genug Platz für Zelte, es gibt immer Essen und Trinken gegen Spende und Mitwirkung in jeglicher Hinsicht wird gern angenommen.

    *Create your personal space*

    Wahlen zum Studierendenparlament

    Vom 14. – 17. Juni finden diese Woche die jährlichen Wahlen zum Studierendenparlament, dem autonomen Frauenreferat und dem autonomen AusländerInnenreferat statt. Informationenen zum Studierendenparlament findet ihr im Studiwiki unter http://studiwiki.tu-dortmund.de/gremienstudis/stupa#allgemeine_informationen

    Geht wählen, damit die Studierendenvertertung möglichst die Interessen aller Studierenden wiederspiegelt und für deren Ziele eintritt.

    5000 Auszubildende, SchülerInnen und Studierende für bessere Bildung

    Die Großdemonstration am 9.6. war ein riesen Erfolg und hat gezeigt, dass viele Menschen mit dem bestehenden Bildungssystem unzufrieden sind. Gut Stimmung und kritische Rufe und Transparente prägten das Bild der Demonstration. Redebeiträge von Betriebsräten, Auszubildenden, Studierenden, SchülerInnen und weiteren bildeten einen inhaltlichen Input für die Interessierten.

    Doch ist der Bildungsstreik nicht zu ende, solange die Forderung nach einem besseren Bildungssystem nicht erfüllt worden sind. So wird auch das Protestcamp auf dem Dortmunder Campus weiterhin bestehen bleiben. Nachdem schon Donnerstag und Freitag ein inhaltliches Programm angeboten wurde, soll dies ab Montag fortgesetzt werden.

    Habt auch ihr Lust mit netten und offenen Menschen zu diskutieren oder einfach nur mal einen Freiraum im Studienstress zu finden. Kommt einfach vorbei. Ob mit oder ohne Zelt, kommt ins Protestcamp für eine bessere Bildung!

    Campus der Uni Dortmund ist wieder besetzt

    Im Rahmen des Bildungsstreiks wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag der Campus der TU Dortmund besetzt. Im Anschluss an eine Bildungsstreikparty auf dem Campus Gelände holten spontan einige Studierende ihre Zelte und errichteten ein Protestcamp auf dem Campus.
    „Wir wollen einen Freiraum schaffen, um auf die nach wie vor miserablen Studienbedingungen aufmerksam zu machen und die eigenen Forderungen nach
    freier und emanzipatorischer Bildung zu verwirklichen.“, so Kathrin Schönebeck, eine der CampusbestzerInnen.

    Obwohl nach den Protesten im letzten Jahr viel versprochen wurde, hätte sich noch immer nichts geändert. „Zum Beispiel hat sich seit den Landtagswahlen die Mehrheit der WählerInnen gegen Studiengebühren ausgesprochen, dies müssen die Parteien jetzt auch umsetzten. Deshalb machen wir mit der Campusbesetzung druck.“, so die 21 Jährige Studentin weiter.

    Auch von der Unileitung fordern die Studierenden konkret die Aussetzung der Studiengebühren. „Sowohl die Mehrheit der Mitglieder der TU als auch der Menschen in NRW sind gegen Studiengebühren. Wenn die Mitglieder des Senats auch nur einen bisschen etwas von Demokratie halten, müssen sie die Studiengebühren jetzt aussetzen.“, so Bernhard Klaas vom Bildungsstreikbündnis. Neben Vielem anderen fordern die Aktivisten außerdem eine Entschuldigung der Rektorin für die Räumung des besetzten Hörsaals im vergangenen Herbst. Die Unileitung hat uns damals versprochen auf eine Räumung zu verzichten, wenn wir in den kleineren Hörssal H3 umziehen. Obwohl wir dem nachgekommen sind wurde der Hörsaal geräumt. Zu diesem Wortbruch hat sich die Rektorin bis heute nicht geäußert, so der Informatikstudent Klaas.

    Bildungsstreik im Sommer 2010!

    Es ist wieder Bildungsstreik!
    Vom 7. bis 11.6.2010 gehen bundesweit SchülerInnen, Studierende und weitere Gruppen für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen auf die Straße. Auch in Dortmund ist wieder viel Protest zu erwarten.

    Am 9.6.2010 ab 10 Uhr Katharinentreppen (HBF) findet in Dortmund eine Großdemonstration statt. Infos zur Demo findet ihr auf der Seite des Bildungsstreik Bündnis Dortmund: www.bildungsstreik-dortmund.de

    Im Anschluss an die Demo gibt’s von den Freien Studis am Campus Dortmund lecker Essen im Rahmen ihrer Vokü. Danach veranstaltet das Festival Contre Le Racism in der Mensa der TU Dortmund ein Konzert mit vielen Guten Bands (Eintritt frei).

    Das komplette Programm der freien Studis für die Bildungsstreik-Woche gibt’s auf ihrer Homepage: www.protest-dortmund.de

    Macht euch auf und kämpft für eine bessere Bildung! Veränderung passiert nur durch aktiven Protest.