Senat wird mal wieder seiner Verantwortung nicht gerecht

Gestern waren etwa 130 Studierende auf der, schon angekündigten, Senatssitzung anwesend um durch ihre Präsenz ihre Forderungen in den Tagesordnungspunkten „Abschaffung der Studiengebühren“ und „Anwesenheitslisten in Lehrveranstaltungen“ zu unterstützen.

Trotz dem offensichtlichen Interesse der Studierenden und der aktuellen Relevanz des Themas Studiengebühren bundesweit beschloss der Senat mit großer Mehrheit eine Nichtbefassung mit dem Tagesordnungspunkt „Abschaffung der Studiengebühren“.

Der Antrag zu Anwesenheitslisten wurde stark geändert vom Senat angenommen. Der Beschluss lautet: „Der Senat der TU Dortmund spricht sich im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten gegen Anwesenheitslisten in Lehrveranstaltungen, in denen die aktive Mitarbeit von Studierenden nicht gefordert wird, aus. Der Senat der TU Dortmund empfiehlt allen an der TU Dortmund tätigen Lehrenden diese Praxis einzustellen. Die Erhebung von Anwesenheitslisten obliegt der Verantwortung der/dem jeweiligen DozentInn. Anwesenheitslisten stellen keinen adäquaten Leistungsnachweis dar und machen zur Leistungskontrolle keinen Sinn, weil bloße Anwesenheit keinen Aufschluss über Lehr-/Lernerfolge liefert.“

Während der gesamten Senatssitzung wurde den Studierenden, welche nicht Teil des Senats sind, das Rederecht verwehrt, während andererseits argumentiert wurde, mensch hätte keine konkreten Informationen aus verschiedenen Fachbereichen. Die anwesenden Studierenden hätten diese Information liefern können!

Alles in allem wurde der Senat seiner Verantwortung wieder einmal nicht gerecht.

Die Studierenden verhielten sich während der kompletten Sitzung ruhig und friedlich. Sie hatten sich symbolisch den Mund mit Klebeband zugeklebt.

Das Verhalten der meisten SenatorInnen ist leider eine Schande für ein Gremium mit demokratischem Anspruch.

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