Archiv für November 2009

Montag Abend Soliparty

Die BesetzerInnen kämpfen für ihre Ziele. Aber wer den ganzen Tag arbeitet und diskutiert, braucht auch einmal Freizeit.

Ausserdem möchte der neue Freiraum eingeweiht werden. Kommt alle!

Montag, 30.11.09 – 21 Uhr im Foyer der EF50

Soli-Bier: 1 Euro

Rektorin verweigert Dialog, Besetzung besteht fort

Heute wurden die BesetzerInnen von der Rektorin aufgefordert den Hörsaal bis Montag morgen 8 Uhr zu räumen. Ein weiterer Dialog wurde ihrerseits bisher verweigert.

Vorher wurde Rektorin Gather folgender offen Brief zugesandt.

Sehr geehrte Frau Gather,

wir als BesetzerInnen denken, es ist an der Zeit, nach den Ereignissen der letzten Tage einige Dinge klar zu stellen:

Wir sind eine heterogene Gruppe, die in ihrer zugegeben unorganisierten Gründungsphase durchaus zu Konflikten und schmerzhaften Diskussionen über das eigene Selbstverständnis und der eigenen Handlungsoptionen kam. Dabei haben wir in unseren Diskussionen gestern und heute, aber auch nach vielen solidarischen Gesprächen mit KommilitonInnen und DozentInnen, entschieden, in Hörsaal 3 umzuziehen.

Der Hauptgrund war, dass es dort nach Aussage Ihrer DezernentInnen kein Problem ist, Ausweichmöglichkeiten für die Lehrveranstaltungen zu finden. So schädigt unsere Besetzung nicht mehr unsere KommilitonInnen. Des weiteren erhofften wir uns länger in diesem Hörsaal ein Forum für mehr Beteiligung aufbauen zu können, um auch sichtbar und offen für alle zu sein.

Durch unseren Protest brachten wir den Wunsch zur freien Gedankenentfaltung zum Ausdruck. DozentInnen wurden aufgefordert, sich konstruktiv zu engagieren, um unser Meinungsbild zu erweitern. Dies sollte auch in Ihrem Interesse liegen.

Daneben ist dieser Veränderungsprozess, in dem wir uns gerade mit diesem Protest befinden, sehr Kraft raubend und wir erhoffen uns von Ihnen Solidarität und keinen Repressionsdruck. Außerdem erwarten wir von Ihnen und der Hochschulleitung, dass Sie zum Einen die Ausweichmöglichkeiten organisieren und zum Anderen Ihren Gestaltungsspielraum nutzen, um die teilweise schlechten Studienbedingungen an dieser Uni zu verändern und nicht nur mit dem Finger auf andere EntscheidungsträgerInnen zu verweisen.

Von dem Verhalten, das wir von Ihnen in den letzten Tagen erfuhren, sind wir doch etwas enttäuscht. So hatten wir Sie auf der SVV so verstanden, dass Sie versuchen würden für Ausweichmöglichkeiten für die Lehrveranstaltungen im Hörsaal 1 zu sorgen, wovon selbst die Dozenten in den nächsten Tagen nichts wussten. Außerdem wurde uns nicht mitgeteilt, dass ein Ultimatum für den Wechsel in Hörsaal 3 bis Freitagabend bestand, uns war nur die Notwendigkeit bewusst den Raum bis Montag frei zu machen.

Wir als BesetzerInnen wollen uns weiterhin kraftvoll für Veränderungen einsetzen und hoffen diesen Weg mit Ihnen gemeinsam gehen zu können.

Mit hoffnungsvollen und solidarischen Grüßen

Ihre BesetzerInnen

Absofort: HS3 EF50 Besetzt!

Heute Nachmittag haben sich die BesetzerInnen dazu entschlossen den HS3 der EF50 zu besetzen!

Weitere Infos folgen, ein Abendprogramm ist in Planung.
Achtet auch auf: www.protest-dortmund.de

Studierendenproteste in Dortmund nehmen zu

Studierende suchen Dialog mit Rektorat
Solidarität mit HörsaalbesetzerInnen wächst

Die Besetzung des Hörsaals 1 an der Emil-Figge-Str. 50 der TU Dortmund hält weiterhin an. In der Zwischenzeit dürfen sich die HörsaalbesetzerInnen einer wachsenden Solidarität unter Studierenden und Lehrenden erfreuen. Die Solidaritätslisten sind zu diesem Zeitpunkt bereits mit über 1300 Unterstützerunterschriften gefüllt, der Zustrom an diskussionswilligen Studierenden in den besetzten Hörsaal bleibt kontinuierlich. Lehrende haben mittlerweile nicht nur ihre Unterstützung für den friedlichen und kommunikativen Protest geäußert, sondern haben bereits erste zum Thema passende Kurzvorträge samt Diskussion ermöglicht.

Am Vortag hatten schon über 1000 Studierende im überfülltem Audimax der TU Dortmund an der Studierendenvollversammlung (SVV) teilgenommen und das Gespräch mit dem Rektorat gesucht. Die Diskussion mit Rektorin Ursula Gather und Prorektor Walter Grünzweig verlief inhaltlich hart aber konstruktiv, wenngleich neben der erklärten Gesprächsbereitschaft der Unileitung konkrete Ergebnisse ausblieben. Mängel bei der Umsetzung der Bologna-Reformen, der Hochschulfinanzierung und der Qualität der Lehre wurden allerdings eingeräumt. Im Rahmen der SVV sprach sich die Studierendenschaft für die Hörsaalbesetzung aus.

Die HörsaalbesetzerInnen wie auch ihre SympathisantInnen bleiben weiterhin bei ihren inhaltlichen Forderungen, unter anderem:

  • Abschaffung der Studiengebühren
  • Mehr Demokratie im Bildungssystem
  • Mehr Transparenz und Mitwirkung der Studierenden in hochschulpolitischen Fragen an den Universitäten (z.B. mehr Stimmen für Studierende in Entscheidungsgremien)
  • Verbesserung der Lehre durch mehr qualifiziertes Lehrpersonal und mehr Lehrveranstaltungen
  • Reform der aktuellen B.A./M.A.-Studiengänge zur Minderung des Leistungsdrucks, Entschulung des Studiums und zur Ermöglichung – eigener inhaltlicher Studienschwerpunkte
  • Bessere Bildungsbedingungen auch für Schüler und Auszubildende
  • Ein erneuter Vorschlag des Rektorats zum Umzug in einen anderen Hörsaal wurde durch Abstimmung im besetzten Hörsaal 1 einstimmig abgelehnt. Die Kapazitäten im Alternativhörsaal hätten ohnehin nicht ausgereicht. Rektorin Gather hatte im Rahmen der SVV zugesichert, eine Nutzung des besetzten Hörsaals für den Rest der Woche zu ermöglichen. Zu einer von ihr angeregten kurzzeitigen Diskussion der Lage ist sie zunächst leider nicht erschienen. Schaute aber gegen Abend noch einmal kurz vorbei. Um mit Frau Gather zu diskutieren wurde das Abendplenum extra von den BesetzerInnen auf den späten Abend verschoben.

    Mehr Infos unter www.protest-dortmund.de und www.kffb-dortmund.de und über Twitter: www.twitter.com/streiktudo

    Der HS1 im EF50 bleibt weiter besetzt!

    Nach der heutigen SVV steht folgendes fest:
    1. Frau Gather hat uns zugesichert für alle Veranstaltungen, die bis Freitag im HS1 stattfinden sollen, Ausweichtermine zu suchen.
    2. Am Ende hat sich eine große Mehrheit der SVV hinter die Streikenden und deren Protest gestellt.

    Wir bleiben also erstmal hier!!

    Das heutige Programm sieht wie folgt aus:

    ab 20 Uhr zeigt der UniFilmClub einen Film (Hangover)
    Zeitgleich wird wieder ein Plenum stattfinden.

    Es wird ‚n bischen weiter organisiert (

  • Flyer
  • morgiger Ablauf
  • Termine (Senat, Bonn)
  • )

    und es soll noch eine OpenStage mit Musik und PoetrySlam geben

    Also kommt alle in den HS1 in der Emil-Figge-Str 50!!
    Folgt uns auch auf http://twitter.com/StreikTUDo für aktuelle Infos.

    Morgen gehts weiter

    Morgen geht’s mit der Diskussion der BesetzerInnen um 8 Uhr weiter.

    HS1 EF50!

    Wessen Unis? Unsere Unis!

    Dortmunder Studierende haben Hunger auf Bildung

    Auch in Dortmund haben Studierende der Dortmunder Hochschulen sich nun dazu entschlossen, ihren Forderungen nach Verbesserungen im Bildungssystem mehr Nachdruck zu verleihen. Nach einer Demonstration von über tausend Studierenden mit einer Abschlusskundgebung auf dem Dortmunder Friedensplatz kam es zu einer Hörsaalbesetzung im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks. Seit 13 Uhr dient der Hörsaal 1 im Gebäude an der Emil-Figge-Str. 50 der TU Dortmund als Treffpunkt und Plenumssaal der Streikenden.

    Über 400 Studierende und Sympathisantinnen und Sympathisanten aus Fachhochschule und TU führten zunächst eine offene Diskussion über diejenigen Anliegen und Forderungen, auf die im Rahmen des Dortmunder Bildungsstreiks die öffentliche Aufmerksamkeit gelenkt werden soll.
    Das Plenum kritisiert das deutsche Bildungssystem im Ganzen, speziell haben bislang folgende Forderungen die Zustimmung des Plenums gefunden:

  • Mehr Demokratie an den Hochschulen
    Studierende werden nicht in ausreichendem Maße in hochschulpolitische Entscheidungsfindungen eingebunden. Wichtige Beschlüsse, wie z.B. Einführung und Festlegung der Höhe von Studiengebühren, werden nach dem Gefühl der Studierenden zunehmend von oben herab gefällt, ohne ihre Belange und Vorstellungen zu berücksichtigen.
  • Abschaffung der Studiengebühren
    Das Ziel ist es, die sofortige Abschaffung der Studiengebühren in Dortmund und in NRW insgesamt durchzusetzen. Bildung und ihre Finanzierung ist Aufgabe des Landes. Studiengebühren schaffen unnötige weitere Zugangsschranken im Bildungssystem und führen zu weiterer sozialer Benachteiligung an deutschen Hochschulen. Zudem führen sie bei immer mehr Studierenden dazu, dass diese einen Kredit aufnehmen müssen und sich so für ihr Studium zusätzlich verschulden.
    Solange in Dortmund und NRW Studiengebühren erhoben werden, fordern die Studierenden mehr Transparenz und Mitbestimmungsrecht hinsichtlich der Ausgaben. Wo Potenziale zur deutlichen Senkung der Gebühren vorhanden sind, müssen diese auch genutzt werden.
  • Verbesserung der Lehre in Kapazität und Qualität
    Der studentische Alltag zeigt, dass es – mit wenigen Ausnahmen – zu keiner nennenswerten Verbesserung der Studienbedingungen gekommen ist. Überfüllte Vorlesungen und Seminare sind immer noch an der Tagesordnung, Praktikumsplätze sind in vielen Fachbereichen Mangelware. Ein umfassender, nachhaltiger Bildungsanspruch wird immer mehr durch Lehrnormen ersetzt, die immer mehr auf kurzfristige Effekte abzielen: Innerhalb kürzester Zeit „eingepaukte“ Inhalte bleiben zumeist nur bis zur nächsten Prüfung oder Klausur haften.
    Es besteht dringender Bedarf an verpflichtenden didaktischen Weiterbildungsangeboten für Dozentinnen und Dozenten.
  • Überarbeitung insbesondere der bestehenden B.A./M.A.-Studiengänge
    Die bestehenden B.A./M.A.-Studiengänge bedürfen einer grundlegenden Neugestaltung. Dabei geht es vor allem um eine Rücknahme der die Studiengänge stark verschulenden Elemente, wie die Anwesenheitspflicht, den ständigen Prüfungsdruck während des gesamten Semesters und die eingeschränkte Wahlfreiheit bei der Setzung der eigenen Studienschwerpunkte. Hinsichtlich der Gestaltung der Studiengänge reicht es nicht, die veralteten inhaltlichen Vorgaben nur in ein engeres zeitliches Gefüge zu zwängen. Eine Verkürzung der Studienzeiten bei insgesamt akzeptablem Arbeitspensum für Studierende ist nur möglich, wenn die Lerninhalte entsprechend angepasst werden.
    In den bestehenden B.A./M.A.-Studiengängen braucht es eine bessere Verzahnung beider Studienabschnitte und die Abschaffung der Zulassungsbeschränkungen zum M.A.-Studiengang.
  • Zur Bekräftigung der Forderungen bleibt der Hörsaal auf unbestimmte Zeit besetzt. Wir werden uns am 25. November 2009 um 14 Uhr an der studentischen Vollversammlung beteiligen, für die die Rektorin der TU-Dortmund bereits ihr Kommen zugesagt hat. Die Studierenden und Sympathisantinnen und Sympathisanten erhoffen sich eine konstruktive Diskussion.

    SVV am Mittwoch um 14 Uhr!

    Es ist soweit auch in Dortmund findet nun eine Studierendenvollversammlung statt.

    Am Mittwoch dem 25.11. werden die Studierenden im Hörsaal 1 des Hörsaalgebäudes 2 darüber diskutieren, wie der Protest weitergeht und was die aktuelle Situation an den anderen Hochschulen Deutschlands (über 40 Besetzungen) für uns bedeutet.

    Kommt vorbei, diskutiert und handelt!
    Es ist unsere Bildung und unsere Uni!

    Never stop fighting: Demo Dienstag, Katharinenstraße

    Auch der AStA der Uni Dortmund hat sich nun dazu entschlossen den Bildungsprotest zu unterstützen und veranstaltet zusammen mit dem AStA der FH eine Demonstration von der Katharinenstraße zum Friedensplatz entlang des Walls.

    Die Demo findet am 24.11. ab 11 Uhr Katharinenstraße statt.

    Auch das KffB ruft zu dieser Demonstration auf und freut sich, dass die ASten nun auch in den Protest einsteigen.

    Kommt alle! Zeigt eure Kritik am Bildungssystem!

    Anfahrt von der Uni:
    10:39 ab – Dortmund Universität S: Gleis 2
    10:46 an – Dortmund Hbf: Gleis 7

    Anfahrt aus Bochum
    mit der S1:
    10:24 ab – Bochum Hbf: Gleis 8
    10:46 an – Dortmund Hbf: Gleis 7
    oder mit dem RE:
    10:43 ab – Bochum Hbf: Gleis 6
    10:53 an – Dortmund Hbf: Gleis 8

    Hier der Artikel auf der AStA-Seite.

    Nächstes Treffen schon am Montag

    Da wir im Moment so viel zu diskutieren haben und die Zeit gestern dafür nicht ausreichte, werden wir uns bereits am Montag um 18 Uhr wieder im AStA treffen.

    Wie immer sind alle Menschen die mitmachen wollen eingeladen.